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22 Jahre Ironman Blog

Inside 15/2016: Diät im Trainingslager

Ernährung im Trainingslager, ein kritisches Thema. Ich trage noch deutlich zuviel Gewicht mit mir rum und es gibt keinen anderen Weg um abzunehmen als mehr zu trainieren. Abnehmen bei wenig Training macht überhaupt keinen Sinn, da wird höchstens Muskulatur abgebaut. Aber da bin ich sicher kein Einzelfall, dass ich trotz sehr hoher Umfänge kein Gewicht verliere, das liegt aber weniger an den Kaffeepausen als vielmehr am viel zu guten Hotelessen. Ich kann dieses Jahr aber stolz berichten, dass ich zumindest nicht zugenommen habe.

Und darum gibt es keinen Jojo-Effekt…

Jedoch ist es so, dass es immer einen mittelfristigen Effekt gibt. Im Trainingslager trainiert man mehr Muskulatur auf und die ist nun mal schwerer. Wenn man dann wieder daheim ist und sich wieder normal ernährt, dann fällt i.d.R. auch nochmal das Gewicht.

Tony und der Michelin-Bib

Bisher hatte ich recht problemlos durchtrainiert, aber am Donnerstag kam ich etwas angeknockt zurück und sollte das die Tage darauf auch noch merken. Besondere Vorkommnisse:  Tony Martin am Mittwoch, der ebenso wie wir recht spät zum Training startete sowie das Roadbike-Festival in Alcudia, wo ich Michelins neuen Topreifen „Power Competition“ sehen konnte.

Michelin Bib - Michelin Power

Diana hinten rechts, Tony Martin vorn links, 3 Tage nach Paris-Roubaix Café con leche y tarta

Training: Nichts ist wie es scheint….

Zur Trainingsmethodik ist zu sagen, dass es bei oberflächlicher Betrachtung nur darum geht möglichst viele Kilometer zu fahren. Dem ist natürlich nicht so, der aufmerksame Beobachter achtet bei der Strava-Einheit auf die Differenz zwischen Bewegungszeit und verstrichener Zeit. An der Wattmessung könnte man es noch deutlich präziser erkennen, mein Training unterscheidet sich wesentlich von dem, was die meisten Radfahrer auf Mallorca trainieren.

KW 15-2016: Bin leider nicht ins Laufen gekommen

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Blog Kraul

Kraulkurs: Über-und Unterwasser-Videoanalyse mit PS-Sports.de in Maintal

Wer ab und zu im Maintalbad ist, wird Diana vielleicht kennen. Wir haben Sie abseits der Kraulkurse mal über und unter Wasser aufgenommen. Die Aufnahmen sind zwar etwas schief und gelingen meist deutlich besser, das spielt für die Analyse im Endeffekt aber keine Rolle. Da wir wie oftmals in diesem Sommer recht viel Platz in der Halle hatten, war es aber möglich auch Videos unter Wasser von der Seite zu drehen. Insbesondere wenn der Ellenbogen unter Wasser zuerst zieht und den Unterarm mehr oder weniger im Wasserschatten mitschleift ist das aus dieser Perspektive sehr gut zu sehen, bei Frontalaufnahmen kann man das oft nur erahnen.

 

Das Resümee bei Diana ist eindeutig: Technische Verbesserungen sind zwar möglich, insbesondere in der Druckphase. Allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt, gerade die Druckphase ist auch eine konditionelle Frage, d.h. deutliche Verbesserungen sind nur mit höheren Umfängen bzw. alternativem zusätzlichem Training möglich. Aufgrund der relativ geringen „Lebenstrainingszeit“ ( Ende 2003 mit 21 Jahren bei mir das Kraulen gelernt) ist bei Diana bei gleichbleibendem Trainingsumfang dennoch mit weiteren Leistungssteigerungen zu rechnen.

Diana Bauer Kraulen Trainingsumfang Overall
Diana Bauer Kraulen Trainingsumfang Overall

Der Trainingsumfang erscheint für den Normalverbraucher hoch, ist aber gemessen an vielen Triathleten und insbesondere Schwimmern recht gering. Ihre Zeit beim letzten Ironman über 3,8km: 1:03:17h.

28. Int. Austria-Triathlon Podersdorf 2015 Diana Bauer
28. Int. Austria-Triathlon Podersdorf

Kann deshalb jeder mit diesem Umfang diese Zeit schwimmen? Nein, denn die konditionellen Grundlagen werden größtenteils auf dem Rad gelegt. Ohne die Synergieeffekte durch den 5-stelligen Km-Umfang im Jahr auf dem Rad würde Sie deutlich langsamer schwimmen.

Grundsätzlich ist auch noch folgendes zu beachten: Der Zenit der motorischen Lernfähigkeit ist spätestens mit der 2. puberalen Phase vorbei, d.h. wer als Erwachsener mit Kraulen beginnt, wird es immer schwerer haben als das Kind aus dem Schwimmverein, muss für die gleichen Zeiten deutlich mehr trainieren.

Muss der Schwimmer deshalb immer schneller sein? Nein, denn möglicherweise ist er nur 1,70m und man selbst ist 2m groß, oder das Schwimmbad des begabten Schwimmers steht vor der Schließung und selbst hat man ein Schwimmbad mit abgetrennten Leinen nach weltweitem Standard zur Verfügung. Es gibt also keinen Grund zum Verzweifeln und im Endeffekt ist eine gute Schwimmleistung immer eine Mischung aus körperlichen Voraussetzungen („Talent“), Technik, Trainingsbedingungen und viel harter Arbeit.