Sensation: IHF führt „Permanent-Wildcard“ für Deutschland ein, um Insolvenz des Welthandballs zu verhindern

Sensation: IHF führt „Permanent-Wildcard“ für Deutschland ein, um Insolvenz des Welthandballs zu verhindern

BASEL / KÖLN – Es ist ein sportliches Märchen, wie es nur der Businessplan schreiben kann: Der Weltverband IHF hat heute bekannt gegeben, dass die deutsche Handball-Nationalmannschaft ab sofort für alle kommenden Weltmeisterschaften gesetzt ist –völlig unabhängig von Qualifikation, sportlicher Leistung oder der Fähigkeit, einen Ball geradeaus zu werfen.

Ehrlicher Sport oder eiskalter Businessplan? Die IHF-Funktionäre präsentieren die neue ‚Permanent-Wildcard‘ – gesponsert von der deutschen Kaufkraft.

Nachdem man bereits 2015 die lästigen Australier mit der Begründung „Eure Strände sind zu schön für staubige Hallen“ (und „Euer Marktpotenzial ist ein Witz“) aussortierte, um Deutschland per Wildcard nach Katar zu hieven, zieht man nun die finale Konsequenz.

„Sportlicher Erfolg wird überbewertet“

„Wir müssen den Sport endlich realistisch betrachten“, erklärt ein IHF-Sprecher, während er diskret ein Bündel Geldscheine in seiner Sakkotasche verschwinden lässt. „Dänemark hat zwar nur 5,9 Millionen Einwohner und gewinnt alles, aber wie viele Werbeclips für Baumärkte können die schon produzieren? Deutschland hat 83 Millionen potenzielle Käufer von laktosefreien Protein-Shakes. Das ist die wahre sportliche Leistung.“

Kritiker bemängeln zwar, dass Deutschland im Verhältnis zur Einwohnerzahl sportlich eher auf dem Niveau eines Entwicklungslandes agiert, doch die Funktionäre winken ab. „Medaillenspiegel pro Kopf? Das ist ja Sozialismus! Wir rechnen Medaillenspiegel pro Fernsehlizenzgebühr.“

Inflation der Großereignisse

Damit die Fans nicht versehentlich anfangen, sich für andere Dinge zu interessieren, wurde zudem beschlossen, den Rhythmus der Turniere anzupassen:

  • Montags bis Mittwochs: Europameisterschaft (seit 1994 Pflicht, um die Werbepausen zu füllen).

  • Donnerstags bis Sonntags: Weltmeisterschaft (bevorzugt in Deutschland, damit die Anreisekosten für die Funktionäre niedrig bleiben).

  • Alle zwei Wochen: „Tag der Legenden“, bei dem 83-Jährige über den Platz geschoben werden, solange die Quote stimmt.

Praktiker sind entsetzt

Während man in den deutschen Verbandszentralen bereits die Champagnerkorken knallen lässt, zeigt sich die Basis fassungslos. Erfahrene Ausdauersportler, die wissen, was echte Quälerei bedeutet, kritisieren die „krummen Touren“ der Funktionäre. „Das ist doch kein Sport mehr, das ist betreutes Werfen unter Aufsicht von Buchhaltern“, so ein anonymer Insider, der lieber anonym bleiben möchte, während er seine Watt-Werte auf dem Ergo kontrolliert.

Die IHF plant derweil schon den nächsten Coup: Für die WM 2027 wird eine Wildcard für die Volksrepublik China reserviert. Die haben zwar noch nie einen Handball gesehen, aber 1,4 Milliarden Einwohner brauchen schließlich auch irgendwann mal eine neue Küchenmaschine aus dem TV-Sponsoring.

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